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Geschichte

Geschichte der Ukraine in knappen Worten

 

9. Jh. Gründung des Kiewer Rus durch skandinavische Kriegs-Kaufleute

1239 Die Mongolen erobern Kiew.

1254 Gründung Lvivs (Lemberg) durch den Fürsten Danylo.

1305 Die Übersiedlung eines Kiewer Metropoliten nach Moskau bestärkt den Moskauer Großfürsten, Erbe des Kiewer Reiches zu sein. Die Kiewer Metropolitie „der gesamten Rus“ besteht jedoch weiter.

1340 Nach dem Aussterben des galizischen-wolynischen, ruthenischen Königshauses fällt Galizien-Wolynien an Litauen und Polen.

14. Jh. Die meisten Teilfürstentümer des ehemaligen Kiewer Reiches gehen von den Mongolen an Litauen über.

1554 Fürst Wischneweskij errichtet die erste Kosakenfestung der „Zapporoger“ jenseits des Dnipro.

1569 Mit der Union von Lublin zwischen Litauen und Polen wird fast die ganze Ukraine polnisch. 

16. Jh. Kosakenaufstände erschüttern Litauen-Polen

1648 Kiew: Aufstand gegen Polen. Die Kosaken errichten ein eigenes Staatswesen unter loser polnische Hoheit.

1654 Das Kosakenheer unterstellt sich dem Zaren von Moskau unter Zusicherung ukrainischer Autonomie

1657 Tod des Kosakenführers Chmelnitzki. Danach wechselnde Bündnisse mit Russland, Polen, den Türken und Tataren.

1667 Im Ergebnis teilt der russisch-polnische Krieg die Ukraine am Dnipro in einen polnischen und russischen Teil.

1686-1708 Kosakenführer, Iwan Mazepa, versucht durch Geheimbund mit Schweden die ukrainische Unabhängigkeit wieder zu erlangen.

1709 Niederlage von Schweden und Mazepas gegen Russland.

1711 Unter dem Kosakenführer Orlyk geben sich die Kosaken eine Verfassung auf den Grundsätzen der Volkssouveränität, Demokratie und Rechtsgleichheit.

1772 Galizien fällt durch die Teilung Polens an Österreich.

1783 Eroberung der Krim durch russische Truppen, Ende des selbständigen Kosakentums 

1793 Das Gebiet östlich des Dnipros fällt an Russland.

19. Jh. Nationalbewegung in der russischen Ukraine, mit angestoßen durch den ukrainischen Dichter, Schewtschenko.

Bis Ende 19. Jh. Unterdrückung der ukrainischen Sprache und Kultur durch den Zarismus

Ab 1890 Ukrainische Parteien in Galizien

Ab 1903 Ukrainische Parteien im Zarenreich

1905 Im Gefolge der ersten russischen Revolution Erstarken der ukrainischen Unabhängigkeitsbewegung in Russland

1917 Die russische Revolution greift auf die Ukraine über. Der ukrainische Zentralrat in Kiew beansprucht Autonomie.

1918-1920 Ukrainischer Bürgerkrieg

22.1.1918 Ukrainische Unabhängigkeit als Ukrainische Volksrepublik, Hauptstadt: Charkiw

22.1.1919 Vereinigung der Westukraine mit der Ukrainischen Volksrepublik nach Kämpfen der Westukraine gegen polnische Truppen

1922 Gründung der Sowjetunion, Ukraine wird Sozialistische Sowjetrepublik, die Westukraine verbleibt bei Polen

1922-1928 Relativ freie Kulturpolitik und Erholung der Landwirtschaft in der Ukraine

1928-1930 Erste Zwangskollektivierungen in der Landwirtschaft

1932-1934 Durch sowjetische Zwangsmaßnahmen verursachter Hunger-Genozid in der Ukraine mit 6-7 Millionen Toten

1.9.1939 Beginn des Zweiten Weltkrieges

17.9.1939 Die Rote Armee marschiert in die Westukraine ein.

22.6.1941 Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges, 

24.10.1945 Die Ukraine tritt den Vereinten Nationen bei.

1942-1953 Partisanenkrieg in der Westukraine anfangs gegen deutsche Besatzer, später gegen sowjetische Truppen

1954 Chruschtschow schenkt der ukrainischen SSR die Halbinsel Krim zum 300. Jubiläums der Russisch-Ukrainischen Freundschaft.

1956-1972 Freiere Kulturpolitik in der Ukraine, dabei scharfe Unterdrückung ukrainischer Autonomiebewegungen in Kiew und der Westukraine

Ab 1976 Helsinki-Gruppe (Menschenrechtsbewegung) in der Ukraine aktiv, Verhaftung der führenden Köpfe

Ab 1985 Glasnost und Perestroika machen sich durch Haftentlassungen ukrainischer Dissidenten, Kultur- und Sprachbewegung, Umweltgruppen und religiösem Widerstand bemerkbar

Sept. 1989 Gründungskongress des „Ruch“, der „Bewegung zur Förderung der Perestroika in der Ukraine“

Jan. 1990 Nationale Massenkundgebungen in der gesamten Ukraine

März 1990 Erste Wahlen zum ukrainischen Parlament

16.7.1990 Souveränitätserklärung des Parlaments

24.8.1991 Unabhängigkeitserklärung des Ukrainischen Parlaments, Proklamierung des Staates „Ukraine“

8.12.1991 Auflösung der Sowjetunion und Begründung der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS)

1992-1994 Wirtschaftskrise in der Ukraine, Streit mit Russland über die Schwarzmeerflotte und die Krim

1994 Die Ukraine schließt mit Russland und den USA einen Vertrag über die Überführung der strategischen Atomwaffen auf russisches Gebiet. Neue Parlamentswahlen bringen Erfolg der kommunistischen Gruppen. Neuer Präsident, Kutschma, wird als neuer Präsident vom Volk gewählt. Die Ukraine tritt dem Atomwaffensperrvertrag bei.

1996 Einführung des Griwnas als neue Währung der Ukraine.

1997 Unterzeichnung des Vertrags mit Russland über Freundschaft und Zusammenarbeit

1998 Parlamentsneuwahl, Kommunistische Partei ist stärkste Partei, jedoch ohne absolute Mehrheit des Linksblocks

1999 Präsident Kutschma wird für weitere 5 Jahre gewählt, Viktor Juschenko wird Ministerpräsident

2000 Erste Erfolge durch der von der Regierung Juschenko eingeleiteten Wirtschaftsreform zu verzeichnen. Die Ermordung des Journalisten Gongadze löst Massenproteste gegen Kutschma aus und zwingt Minister zum Rücktritt.

April 2001 Erzwungener Rücktritt von Juschenko

März 2002 Parlamentssieg der Reformkräfte unter Timoschenko/ Juschenko. Kutschma gelingt es jedoch, so viele Abgeordnete auf seine Seite zu ziehen, um die absolute Mehrheit im Parlament zu erhalten.

Mai 2002 Die Ukraine will offiziell Mitglied der Nato werden.

31.10.2004 Erste Runde der Präsidentschaftswahlen ergibt Juschenko knapp vor Janukowitsch.

21.11.2004 Nach massiven Wahlfälschungen in der zweiten Wahlrunde gewinnt Janukowitsch knapp vor Juschenko. Daraufhin Massenproteste („Orangene Revolution“) in allen Städten der Ukraine, vor allem auf dem Platz „Maydan“ in Kiew.

Dez. 2004 Wiederholung der Wahl angeordnet durch den Obersten Gerichtshof. Juschenko gewinnt gegen Janukowitsch

Jan. 2005 Viktor Juschenko wird neuer Präsident der Ukraine, Julia Timoschenko wird Ministerpräsidentin

Sep. 2005 Juschenko entlässt Timoschenko. Neuer Ministerpräsident wird Jechanurow.

Dez 2005 Die EU erkennt die Ukraine als Marktwirtschaft an und plant eine Freihandelszone.

Aug. 2006 Janukowitsch wird neuer Ministerpräsident der Ukraine.  

Apr. 2007 Auflösung des Parlaments durch Juschenko.

Sep. 2007 Neuwahlen des Parlaments. Durch Bündnis der Parteien Juschenkos und Timoschenkos wird eine neue Regierung unter der vormaligen Ministerpräsidentin Timoschenko gebildet.

Juni 2008 Das Bündnis der Regierungsparteien verliert absolute Mehrheit im Parlament.

Okt. 2008 Präsident Juschenko löst das Parlament auf, einigt sich aber mit Timoschenko über die Fortführung der Regierung, so dass es nicht zu Neuwahlen kommt.

2008/2009 Die Wirtschaftskrise erfasst die Ukraine in besonderem Maße. Die Wirtschaftsleistung ukrainischer Unternehmen bricht bis zu 30% ein.

Dez. 2009 Die UEFA trifft letztlich die Entscheidung, dass die Europäische Fussballmeisterschaft in der Ukraine und Polen ausgetragen wird. Teilnehmende Städte in der Ukraine sind Kiew, Charkiw, Lviv und Donezk.

Jan. 2010 Geplante Neuwahlen des Präsidenten. Präsident Juschenko erhält in Umfragen nur geringe Zustimmung seiner Person und Politik. U.a. treten Janukowitsch und Junschenko als Kandidaten an. 

Feb. 2010 Wiktor Janukowitsch wird neuer Präsident der Ukraine

März 2010 Nicolai Asarow wird zum neuen Premierminister der Ukraine gewählt

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