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Folklore

Lyrik

Die ukrainische Literatur des vergangenen Jahrhunderts ist geprägt von der Sowjetzeit, ihren Chancen und Einschränkungen. Man kann vier Strömungen unterscheiden, die jeweils in ihrer Zeit betrachtet werden müssen: die Dichter der 20er und 30er Jahre, wie Wolodymyr Swidsynskyj, Pawlo Tytschyna und Jewhen Pluschnyk; die „Tauwetter“-Periode unter Chruschtschow brachte in den 60er Jahren Lina Kostenko, Mykola Winhranowskyj, Wasyl Stus hervor. Als „chancenlos“ galt die Dichtergeneration der stagnierenden 70er unter Breschnew, darunter die so genannte Kiewer Schule sowie Ihor Kalynez und Hryhorij Tschubaj aus Lwiw. In den 80ern sind Dichter wie Wassyl Herassymjuk, Ihor Rymaruk, Oksana Sabuschko und Iwan Malkowytsch bekannt geworden. Eine besondere Rolle hat die ukrainische Lyrik von ausgewanderten Dichtern gespielt. Sie haben viele moderne europäische Strömungen in ihren Werken eingeeignet, wie z.B. die Sürrealistin Emma Andijewska.

Dramatik

Die wichtigsten ukrainischsprachigen Dramen, z.T. mit sozialkritischem Inhalt stammen wohl von Iwan Franko (1856-1916). Ukrainische Gegenwartsdramen spielen auf den meisten Spielplänen eine vergleichsweise geringe Rolle. Zu nennen wären hier beispielsweise die ukrainischsprachigen Farcen von Olexander Bejderman.

Buchmarkt

Das Lemberger Buchforum ist aktuell die größte Buchmesse in der Ukraine im September. Deutsche Bücher sind für die meisten Besucher der Lemberger Buchmesse noch unerschwinglich, immerhin neuerdings gegenwärtiger: eine Kiewer Agentur, die Sprachbücher des Hueber Verlags in der Ukraine vertreibt, bietet inzwischen neben preiswerten Remittenden auch alle lieferbaren Bücher aus Deutschland für Bestellungen an.

Der Buchvertrieb funktioniert dort insgesamt sehr schlecht. Neuerdings hat jedoch die Buchhandelskette Bukwa (Der Buchstabe) 22 große Buchläden in der gesamten Ukraine eröffnet und will weiterhin expandieren. Trotzdem überwältigt die Konkurrenz des starken russischen Marktes im eigenen Land fast. Noch immer erscheinen viele Bücher in ukrainischer Sprache nur mit staatlicher Förderung. Doch die Zahl steigt: Der Verlegerverband zählt rund 350 Verlage, die regelmäßig Bücher veröffentlichen. 2004 wurden 14.970 Neuerscheinungen registriert, die Gesamtauflage betrug dabei 52,8 Millionen Exemplare. Außerhalb des recht lukrativen Schulbuchgeschäfts beträgt allerdings die Durchschnittsauflage eines Titels 300 Exemplare. Trotz aller Schwierigkeiten wächst auch der ukrainische Gemeinschaftsstand auf der Frankfurter Buchmesse und im Forum Dialog dieser Messe kommen ukrainische Autoren zu Wort.

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